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BürgerInnenkonferenz (2003)
BürgerInnenkonferenz "Genetische Daten: woher, wohin, wozu?"
Die BürgerInnenkonferenz "Genetische Daten: woher, wohin, wozu?" war die erste Konsensuskonferenz in Österreich auf nationaler Ebene. Sie orientierte sich am Beispiel der dänischen Konsensuskonferenzen und war ein Instrument zur Bürgerbeteiligung bei der Bewertung neuer Technologien, wie zum Beispiel Gentechnik.
Bei dieser Konsensuskonferenz bildeten 12 BürgerInnen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft ein so genanntes "BürgerInnenpanel". Das Panel wurde aus den eingehenden Bewerbungen aus einer Aussendung an 4000 zufällig gewählte ÖsterreicherInnen zusammengestellt. Ausschlag gebend für die Zusammensetzung war die Ausgewogenheit des Panels hinsichtlich Alter, Geschlecht, regionaler Herkunft und formalem Bildungsniveau. Das Panel war nicht repräsentativ für die Bevölkerung und soll dies auch nicht sein.
Die abschließende Stellungnahme wurde am 23. Juni 2003 von den BürgerInnen vor JournalistInnen, WissenschaftlerInnen und weiteren Gästen präsentiert und Dr. Knut Consemüller, dem Vorsitzenden des Rats für Forschung und Technologieentwicklung, übergeben. Dr. Consemüller leitete die Stellungnahme an politische EntscheidungsträgerInnen, WissenschaftlerInnen und weitere relevante Personen und Institutionen weiter. Die Meinung und die Empfehlung der BürgerInnen zum Thema genetische Daten sollte auf diese Weise Eingang in die politischen Diskussionen über den Umgang mit genetischen Daten finden.
Thema der BürgerInnenkonferenz
"Genetische Daten" sind eine Voraussetzung und eine Begleiterscheinung gentechnischer Forschung und der Anwendung gentechnischen Wissens. Sie werden relevant in der Medizin, in der Kriminaltechnik und bei der Gesundheitsfürsorge. Die TeilnehmerInnen des BürgerInnenpanels haben das Generalthema in die für sie interessierenden Teilbereiche gegliedert: Sie haben Fragen zu den Bereichen Ethik bzw. die Rolle von Ethikkommissionen, Datenschutz im Gesundheitswesen, der Kriminaltechnik und bei Versicherungen, zu den Bereichen Screening sowie Forschungspolitik entwickelt. Diese Fragen haben die TeilnehmerInnen auf der Konferenz mit Auskunftspersonen aus Politik, Wissenschaft, Behörden und verschiedenen Organisationen diskutiert. Die gemeinsame Arbeit bei den beiden Workshops und die Antworten der Auskunftspersonen bildeten die Grundlage für die abschließende Stellungnahme der BürgerInnen, die am 23. Juni 2003 Dr. Knut Consemüller (Rat für Forschung und Technologieentwicklung) und der interessierten Öffentlichkeit übergeben wurde.
Organisation der BürgerInnnenkonferenz
Die BürgerInnenkonferenz "Genetische Daten: woher, wohin, wozu?" wurde vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung im Rahmen der Kommunikationsstrategie www.innovatives-oesterreich.at finanziert. Die Konferenz wurde von Prof. Dr. Ulrike Felt (Institut für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsforschung), Dr. Helge Torgersen (Institut für Technikfolgenabschätzung, ÖAW) sowie Prof. Dr. Karl Kuchler und Dr. Barbara Streicher (dialog gentechnik) gemeinsam mit communication matters konzipiert.
Den Bericht zur BürgerInnenkonferenz finden Sie hier.
Betreuungszeitraum:
März 2002 - Juni 2003
www.innovatives-oesterreich.at

