14. Agrardialog: Europäische Agrarpolitik für die Bürger Europas
PRESSEINFORMATION
16.06.2010
14. Agrardialog der Gutsverwaltung Hardegg
Was bringt die EU-Agrarpolitik jedem einzelnen Bürger? Warum brauchen wir eine gemeinsame europäische Agrarpolitik? Was erwarten eigentlich die Menschen von Landwirten und Nahrungsmitteln?
Fragen zur Agrarpolitik diskutierte DI Maximilian Hardegg, Gastgeber und Gründer des Agrardialogs mit prominenten Gästen – mit dem ehemaligen Agrarkommissär Dr. Franz Fischler, der Motivforscherin Dr. Sophie Karmasin, dem erfolgreichen steirischen Unternehmer Karl Schirnhofer und Dr. Johannes Abentung, Direktor des österreichischen Bauernbundes.
Maximilian Hardegg wies in seiner Einleitung darauf hin, dass Europa an der Schwelle einer neuen Planperiode (2013-2020) steht und dass die wirtschaftspolitischen Voraussetzungen, wegen der Sparpläne der Regierungen nicht schwieriger sein könnten.
Umso wichtiger ist es für Hardegg, dass im Vorfeld der neuen GAP die Gründe, Notwendigkeiten und Ziele einer europäischen Agrarpolitik öffentlich aufgezeigt werden und ihr Nutzen für jeden einzelnen Bürger dargestellt wird, um schließlich zu beurteilen, ob die damit verbundenen Kosten gerechtfertigt sind.
Der größte Nutzen liegt für Hardegg in der europäischen Nahrungsmittelsicherheit in Quantität und Qualität - und dies zu leistbaren Preisen. Für Hardegg sind die relativ günstigen Grundnahrungsmittel ein wesentlicher Teil der europäischen Wohlstandsentwicklung, müssen doch die außerhalb der Armut lebenden Europäer heute nur einen geringen Teil des Haushaltseinkommens für Lebensmittel aufwenden. Die so genannte Einkommenselastizität ist also im Vergleich zu Schwellenländern gering, wo jedes zusätzliche Einkommen für bessere und mehr Nahrung aufgewendet werden muss.
Der zweite Leistungsbereich der europäischen Landwirte liegt außerhalb der Märkte. Er umfasst Klima- und Umweltschutz, Erhaltung der Kulturlandschaft, Tierschutz und die Pflege benachteiligter Gebiete. Hardegg weiß aus Überzeugung, dass die Landwirte in hohem Maß bereit sind, diese gesamtgesellschaftlichen Leistungen zu erbringen.
Dr. Fischler hob hervor, dass Hardegg mit seiner Initiative immer wieder aktuelle Agrarthemen zur Diskussion stellt und dadurch die Sichtweise von unternehmerischen Landwirten in die Diskussion einbringt. Bei allen Lösungsvorschlägen sollte man den Umweltschutz und die soziale Komponente nicht außer Acht lassen, so Dr. Fischler.
Dr. Sophie Karmasin betonte, dass die Landwirtschaft nach wie vor ein Teil der österreichischen Identität ist und die Menschen den Landwirten vertrauen. Grundsätzlich sollte die Öffentlichkeit über die Themen der Landwirte verstärkt informiert und über neue Aufgaben aufgeklärt werden.
Auch Schirnhofer ist der Meinung, dass die Landwirte ihre Themen offen und eindeutig auf den Tisch legen müssten, sodass beispielsweise Leistungen für den Mehrpreis für alle erkennbar- und nachvollziehbar werden.
Bauernbund-Direktor Dr. Johannes Abentung verwies auf den Unterschied zwischen Ausgaben für die Landwirtschaft und anderen Ausgaben des Staates. Eigenversorgung, Frische, Kontrollierbarkeit der Produktion liege im öffentlichen Interesse. Daher brauche es eine Differenzierung der Staatsausgaben nach Priorität. Nachdem die Lebensmittelproduktion in das staatliche Versorgungspaket gehört, könne hier auch in der GAP nicht gespart werden.
Über den Agrardialog
Der Agrardialog ist eine Veranstaltungs- und Diskussionsreihe der Gutsverwaltung Hardegg und thematisiert aktuelle Fragen aus dem Bereich der Landwirtschaft mit gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Der Agrardialog versteht sich als Impuls gebendes Diskussionsforum, das wichtige landwirtschaftliche Themen auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich macht.
Über die Gutsverwaltung Hardegg
Die Gutsverwaltung Hardegg, im nördlichen Weinviertel gelegen, ist einer der erfolgreichsten und innovativsten privaten landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Ackerbau, Schweinezucht, Weinbau und Landschaftspflege. Die Gutsverwaltung Hardegg teilt ihre Erkenntnisse im Bereich des modernen landwirtschaftlichen Wirtschaftens mit ihren Partnern und Kunden. www.hardegg.at
Die Presseaussendung zum Download finden Sie hier.
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© communication matters/ Christian Fischer
Bildunterschriften:
- Dialog 01 v.l.n.r.: Dr. Johannes Abentung, DI Maximilian Hardegg, MMag. Dr. Sophie Karmasin, Dr. Franz Fischler, Karl Schirnhofer
- Dialog 10 v.l.n.r.: MMag. Dr. Sophie Karmasin, DI Maximilian Hardegg, Dr. Franz Fischler
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